Montag, 4. September 2017

Wanderung auf Rangitoto



Unsere erste richtige Wanderung hat uns auf Rangitoto geführt. Rangitoto ist eine Insel, die vor Auckland liegt. Eigentlich ist es ein Vulkan, der vor 500-600 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist. Inzwischen ist der schlafende Vulkan bewaldet und die Natur dort ist wunderschön.

Angekommen auf Rangitoto

Vom Princes Wharf aus ging es in Auckland mit der Fähre los, etwa eine halbe Stunde hat die Fähre bis zur Rangitoto Island Wharf Base gebraucht. Auf der Fahrt dorthin war es noch relativ kalt, dafür war der Blick auf die Skyline von Auckland aber wunderschön. 

Im Hafen von Auckland lag ein großes Kreuzfahrtschiff aus England
Schon vom Wasser aus konnten wir den grünen Krater von Rangitoto sehen

Obwohl die Wettervorhersage Regen vorhergesagt hatte, klarte es sich dann aber ziemlich schnell auf und es wurde sogar richtig warm.
Auf Rangitoto angekommen haben wir dann nach einem Blick auf die Karte entschieden, die ganz normale Summit-Tour zu machen, die auf einem gut befestigten Weg etwa 1,5 Stunden dauern sollte.  Nachdem wir erstmal fast alle anderen Touristen an uns vorbeigehen lassen haben, haben wir uns dann gemütlich auf den Weg nach oben gemacht. Dabei mussten wir immer wieder anhalten, weil es einfach zu viel zu fotografieren gab. Felder aus Lavasteinen, wunderschöne Ausblicke auf Auckland oder auch einfach nur Moos und Farn. 

Auf dem Weg waren an der Seite immer wieder Lawinen aus Lavastein

Mit ein paar Treppenstufen ging der Aufstieg durch den Wald

Blick auf Rangitoto beim Aufstieg
Der Weg wurde dann immer steiler und auch matschiger, trotzdem ging es immer noch gut und es war auch alles sehr gut ausgeschildert. Auf die Uhr geguckt haben wir nicht mehr, aber wir sind dann irgendwann entspannt auf dem Kraterrand des Vulkans angekommen. Dort oben haben wir uns entschieden, erstmal zu den beiden Aussichtspunkten zu gehen. Von dem einen Punkt aus hatte man den Blick auf den Krater, vom anderen aus nach Westen auf die Skyline von Auckland und sonst auch über die ganze Bucht mit den anderen Inseln. 

Das Wetter war immer noch super, unsere Winterjacken hatten wir schon ganz früh beim Aufstieg eingepackt und uns jetzt nochmal mit Sonnencreme eingecremt. Ich habe mir natürlich trotzdem einen Sonnenbrand auf dem Scheitel geholt, aber das passiert mir leider fast immer.
An den Aussichtspunkten haben wir uns dann erstmal ausgeruht und die wunderschöne Aussicht genossen. Bei der Sonne haben wir es wirklich bereut, keine kurze Hose zu tragen, dabei war das gerade mal der erste offizielle Frühlingstag in Neuseeland. 

Eine wunderschöne Aussicht auf Auckland vom Summit aus

Ich (Caro) schaue übers Meer

Für unseren weiteren Weg wollten wir einmal um den Krater herum gehen und dann zu den Lava Caves hinabsteigen. Auf dem Weg um den Krater haben wir einen alten Bunker gefunden, sind auch einmal reingegangen, er war aber leer. Dafür standen am Weg ganz viele Opossum-Fallen herum, die sind hier in Neuseeland ziemlich unerwünscht, weil sie die Vögel fressen. 

Teilweise war der Wald wirklich Busch-mäßig

Als wir dann zu den Lava Caves absteigen wollten, haben wir unglücklicherweise den falschen Weg erwischt und sind einen ganz anderen Weg abgestiegen. Laut Google Maps waren wir im Nichts, wollten aber nicht wieder aufsteigen und sind einfach weiter runter gegangen. Als wir dann auf einen Weg getroffen sind, hat sich der als eine Road herausgestellt, die einen großen Bogen hinunter zum Wharf machen und die Lava Caves auslassen würde. Also sind wir in einen kleinen Weg neben der Road eingebogen, dem einfach gefolgt und sind dann irgendwann wieder an einer Weggabelung angekommen, an der wir schon beim Aufstieg gestanden hatten. 

Ein Licht am Ende des Lava-Cave-Tunnels

Dann war auch wieder alles gut ausgeschildert und nach einiger Zeit sind wir (natürlich fast vorbeigelaufen) an den Lava Caves angekommen. Zuerst haben wir nur die kleinen Höhlen gefunden, in die man nur hineinkriechen konnte, dann sind wir aber auch durch die größte Cave gegangen. Das war wirklich spannend, denn ohne Taschenlampe konnte man dort wirklich nichts sehen, alles war feucht und dunkel. 

Nach den Caves ging es fast den gleichen Weg wie am Anfang wieder runter. Am Anleger haben wir nach ein paar Fotos dann entschieden, noch einen kleinen Rundweg vorbei an alten Fischerhütten und wieder durch den Wald zu machen. Dabei haben wir zwischen den Bäumen einen grünen Papagei gesehen, der sich aber leider vor einem Foto versteckt hat 😉

Wunderbar blaues Meer kurz vorm Anleger
Etwa 20 Minuten später waren wir dann wieder am Anleger und haben dort auf die Fähre gewartet, die uns zurück nach Auckland gebracht hat. 

Leonie wartet am Anleger auf die Fähre
Dort ging es für uns dann erstmal quer durch die Stadt, das wird aber mal ein neuer Post 😊
Eure Caro