Freitag, 1. September 2017

Wie übersteht man 24 Stunden im Flugzeug? - Der Flug nach Auckland


Neuseeland ist nicht nur buchstäblich, sondern auch wirklich so ziemlich am anderen Ende der Welt. Es gibt kaum Reiseziele, die von Deutschland weiter entfernt sind. Deswegen dauert der Flug natürlich auch dementsprechend lang. Wie man diese lange Zeit übersteht, habe ich für euch einmal zusammengefasst. 

Wir sind mit Qatar Airways geflogen, das hat dann 24 Stunden gedauert. Abflug war in Frankfurt und Zwischenstopp dann natürlich in Qatar in Doha. Der Flug von Frankfurt nach Doha hat ungefähr sechs Stunden gedauert, das war also total okay. Unser Flugzeug war wirklich schön, die Sitze waren bequem und die Boardcomputer super. Da gab es eine große Auswahl an Filmen, Musik, Spielen und man konnte auch immer mit mehreren Kameras dem Flugzeug beim Fliegen zuschauen. 

Der Flug nach Doha war wirklich entspannt. Schon beim Einsteigen wurden wir von orientalischer Musik begrüßt, die Stewardessen waren – wie immer eigentlich – total nett und schon kurz nach dem Abflug gab es gleich etwas zu essen und zu trinken. Da hatten wir natürlich den obligatorischen Tomatensaft und ein relativ großes Abendessen. Mein veganes Essen hatte ich mir schon in Deutschland vorbestellt, deswegen hat da auch immer alles problemlos geklappt. Ich hatte diesen Reis mit Tofu und Gemüse, dazu Salat und Obst. Das Obst hat mir nicht so gut geschmeckt, dafür war aber der Tofu wirklich super.
Leonie hatte als Vorspeise Kichererbsensalat, dann Nudeln mit Tomatensauce, Erbsen und Möhren, dazu ein kleines Brötchen und als Nachtisch Wildbeeren-Crumble mit Vanillesauce und einen Mars. Die Nudeln waren etwas scharf, dafür das Beeren-Crumble sehr gut. 



Während dieses Flugs haben wir nicht viel gemacht. Während Leonie gelesen hat (Ein ganz neues Leben) und Mandalas gemalt hat, habe ich erst auf dem Boardcomputer ein wenig Angrybirds gespielt und dann Entspannungsmusik angemacht und geschlafen.
Zwischendurch gab es dann noch einen „Moviesnack“, also eine kleine Tüte Chips für jeden und dann habe ich einfach weiter geschlafen. 
Zweimal kam es zu stärkeren Turbulenzen, da wir zwei Gewitter durchflogen haben. Das war schon ein wenig gruselig, aber die Blitze waren unter uns zu sehen und somit haben wir uns schon relativ sicher gefühlt. Geruckelt hat es natürlich trotzdem, das ging dann aber vorbei.
Als wir Qatar dann angeflogen haben, ist unser Pilot einfach noch ca. 20 Minuten über Doha hinaus geflogen, wir dachten schon, er möchte gar nicht mehr landen 😉 Dann hat er aber eine Schleife geflogen und wir sind nach 6 Stunden sicher gelandet.
Also: auf diesem Flug haben wir geschlafen, gelesen, gemalt und gegessen. Da waren wir aber auch noch ziemlich fertig vom Abschied und sowieso überwältig davon, dass es jetzt wirklich losgeht, dass wir nicht zu viel anderem in der Lage waren.

Dann war auch schon unsere Landung in Doha, da sind wir nur mit unserem Handgepäck aus dem Flugzeug raus und haben uns dann ein wenig den Flughafen angeschaut. Glücklicherweise hatten wir nur zwei Stunden Aufenthalt dort. Den haben wir genutzt, um mit der coolen Flughafen-Bahn zu fahren (die uns irgendwie an Tribute von Panem erinnert) und dann die andere Strecke wieder zurückzugehen. 



Da liefen auch ein paar Scheichs rum, das war ganz lustig. Als auch wir dann mitbekommen hatten, dass unser Gate gewechselt hat, konnten wir dann schon wieder einchecken und dann ging es gleich wieder ins Flugzeug.
Unser nächster Flug ging 16 Stunden lang von Doha nach Auckland. Natürlich wieder mit Qatar Airways, diesmal war das Flugzeug allerdings nicht so schön. Wir haben es uns dann erstmal gemütlich gemacht, es gab wieder schön dicke Fleece-Decken und nicht lange nach dem Start gab es dann auch schon wieder etwas zu essen. Wir hatten vorher eine Weile überlegt, was das denn für eine Mahlzeit sein sollte, schließlich war es für uns ja eigentlich mitten in der Nacht, aber es war wohl das Frühstück. 
Für mich gab es Kartoffeln mit Bohnen und Pilzen in Tomatensauce, dazu ein Brötchen mit Erdbeermarmelade, frische Melone und getrocknete Ananas und Papaya. Dieses Trockenobst und leider auch die Kartoffeln haben mir nicht so gut geschmeckt, aber das Brötchen war in Ordnung.


Für Leonie gab es Kartoffeln mit Frittata und Pilzen, dazu noch ein Mini-Croissant und einen kleinen Muffin, ebenfalls mit Erdbeermarmelade. Da war auch das Croissant am besten 😊
 

Tja, als nächstes haben wir dann erstmal wieder geschlafen, weil nämlich auch das Licht ausgemacht wurde. Somit hatten wir auch ein wenig das Nacht-Gefühl, es war schön leise im Flieger und mit der Decke auch überhaupt nicht kalt. Die Turbulenzen haben sich auf diesem Flug auch in Grenzen gehalten, es hat nur ein paarmal ein wenig stärker geruckelt, aber nicht so stark wie vorher beim Gewitter.
Irgendwann sind wir dann auch wieder aufgewacht (ich später als Leonie, ich habe gefühlt den ganzen Flug geschlafen) und dann haben wir uns damit beschäftigt, was wohl die meisten Leute im Flieger machen: wir haben Filme geguckt. Die Mediathek war auch in diesem Flugzeug sehr groß, allerdings musste man sich erstmal reinfinden in das System. Außerdem war der Touchscreen von Leonies Boardcomputer kaputt, zum Glück gab es aber eine Fernbedienung. Somit haben wir beide den Film „gifted“ geschaut, Leonie noch „The Boss Baby“ und dann gab es schon wieder Essen.

Diesmal war es das „Mittagessen“, aber unser Zeitgefühl war sowieso ein wenig durcheinander. Das Mittagessen war erstaunlich gut, es gab gefüllte Teigtaschen und als Dessert einen Muffin. Für Leonie war die Teigtasche mit Hähnchen und Tomatensauce gefüllt, in meiner war Gemüse drin. 


Irgendwann kam auch noch eine Stewardess vorbei und hat Boxen mit Süßigkeiten verteilt. Außer einer total leckeren Dattel war da leider nichts veganes dabei, aber sonst findet bei den Müsliriegeln, der Schokolade und den Brotsticks mit Frischkäse sicher jeder etwas.
Weil das Licht im Flugzeug nach dem Essen immer noch nicht wieder angemacht wurde, haben wir weiter geschlafen und zwischendurch immer mal geschaut, ob man draußen etwas erkennen kann. Das war leider nicht der Fall. Selbst als wir direkt über Sydney rübergeflogen sind, war einfach gar nichts zu sehen, weil das Wetter auch ziemlich schlecht und wolkig war. 

Bevor wir allerdings über Sydney waren sind wir noch etwa vier Stunden über Australien geflogen und da gab es dann auch die letzte Mahlzeit im Flieger – das Abendessen und nur eine Stunde später den Moviesnack. Das Abendessen war (jedenfalls bei mir) die beste Mahlzeit von allen Flügen. Ich hatte nämlich ziemlich leckeren Reis mit Gemüse und einer schärferen Sauce, dazu Kichererbsensalat und (das war nicht so toll) wieder Melone und Brötchen. Für Leonie gab es da Nudeln mit Hähnchen, Gemüse und Käse überbacken, dazu Nudelsalat, ein Brötchen und als Dessert ein kleines Kuchenstück. 


 
Und dann endlich um 5 Uhr Ortszeit sind wir in Neuseeland, am Airport Auckland gelandet. Ja, unser Flug war ziemlich langweilig, aber wir haben die Zeit wirklich gut genutzt. 


Zum einen waren wir durch das ständige Essen gut beschäftigt, hätten durch die große Mediathek auch noch viel mehr Unterhaltung haben können und haben trotzdem sehr gut geschlafen. Dadurch dass wir so gut geschlafen haben, haben wir inzwischen auch keinen (oder wirklich nur noch ein ganz bisschen) Jetlag. Ich merke das höchstens gegen Mittag mal, wenn es in Deutschland dann mitten in der Nacht ist.
Unser Gepäck haben wir am Flughafen übrigens auch total schnell bekommen. Dann mussten wir noch zur Passkontrolle und dann in den Biosecurity-Check, wo unsere Schuhe angeguckt wurden (die waren aber leider nicht dreckig genug, um gesäubert zu werden 😊 ) und dann hatten wir es geschafft: die Einreise nach Neuseeland war vollbracht!


So haben wir also den Flug überstanden, das war wirklich nicht schlimm, auch wenn ich davor wirklich Angst hatte. Jetzt weiß ich jedenfalls, dass auch der Rückflug nicht schlimm werden wird und weiß ja auch, was ich so alles auf dem Langstreckenflug machen kann 😊
Eure Caro