Samstag, 16. September 2017

Veganer Zebrakuchen - ein Wochenende auf der Farm

Eine ganze Woche auf "unserer" Dairy Farm ist wieder um! Bis auf Dienstag, als wir stattdessen einen Nachmittag freigemacht haben, waren wir jeden Nachmittag Melken, haben ansonsten viel aufgeräumt und gewaschen.

Den anstrengensten Teil der Woche hat das Ausmisten der Kälbchenställe eingenommen, da waren wir drei Vormittage beschäftigt. Außerdem war ich (Caro) auf einem Schulausflug, während Leonie Trecker gefahren ist. Unsere Woche war also keinesfalls langweilig, sodass wir uns das Wochenende wirklich verdient haben :)
Trotzdem heißt das nicht, dass wir nichts tun, deswegen haben wir für das Wochenende einen schönen und leckeren Kuchen gebacken! Der Kuchen ist natürlich vegan, da ich mich ja vegan ernähre und weil wir der Familie auch zeigen wollten, wie lecker veganes Essen ist ;)


Wenn ein Kuchen nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch hübsch aussieht, ist der gemütliche Sonntagnachmittag gesichert! Deswegen fiel die Entscheidung auch nicht schwer, einen Zebrakuchen zu backen, der durch sein inneres Muster – wie ein Zebra einfach jeden überzeugt!

Der Kuchen ist sehr einfach dafür, dass er später so gut aussieht und wer den Kuchen nicht kennt, wird überrascht sein, wie das tolle Muster entstanden ist 😉
 

Für 1 Zebrakuchen (Springform, 24 Zentimeter) braucht ihr:

4 cups Mehl
1 1/3 cups Zucker
4 El Kakaopulver
2 Tl Natron
150 ml Öl
2 El Essig
500 ml Wasser
Prise Salz


Für alle anderen, die lieber Gramm-Angaben statt Cups benutzen:

400 g Mehl
300 g Zucker
40 g Kakaopulver
2 Tl Natron
2 El Essig
150 ml Öl, z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl
450 ml Mineralwasser
1,5 Tl Vanilleextrakt
2 Prisen Salz
Optional:
100 g Puderzucker
3 Tl Kakaopulver
Mineralwasser


Zuerst muss der Ofen auf 170°C vorgeheizt werden. Dann stellt ihr zwei Schüsseln für den Kuchen bereit und fettet schon einmal die Kuchenform ein.
Dann geht es mit dem Teig los. Ganz wichtig – ihr bereitet ihn in zwei Schüsseln zu!
Die trockenen Zutaten kommen zuerst, ihr gebt also in jede Schüssel 200g Mehl, 150 g Zucker, 1 Tl Natron und die Prise Salz. Dann gebt ihr in EINE der Schüsseln das Kakaopulver, das hier wird der dunkle Teig. In die andere Schüssel gebt ihr den Vanilleextrakt. 

Das Ganze könnt ihr jeweils schon einmal ordentlich durchmischen, dann geht es mit den anderen Zutaten weiter. Ihr gebt also in jede Schüssel 75ml Öl und 1 El Essig, dann muss wieder ordentlich verrührt werden. Zum Schluss kommt dann noch das Mineralwasser dazu, jeweils 225 ml. Wichtig ist, dass ihr den dunklen Teig zuerst anrührt und dann bei dem hellen eventuell weniger Mineralwasser dazugebt, damit die Konsistenz gleich ist. Dann muss natürlich wieder alles ordentlich durchgerührt werden, sodass ihr bei beiden einen schönen, glatten Teig habt. 

Dann muss natürlich noch das Zebramuster in den Kuchen kommen. Dafür müsst ihr den Teig nach und nach in die Backform geben. Ihr gebt also zuerst zwei Esslöffel hellen Teig in die Mitte der Backform, danach tropft ihr zwei Esslöffel dunklen Teig darauf. Als nächstes kommen wieder zwei Esslöffel vom hellen Teig, dann wieder zwei Esslöffel vom dunklen Teig. Und das alles so lange, bis der Teig alle ist. 

Der Kuchen kommt dann für ca. 45 Minuten in den Ofen. Ganz wichtig: macht die Stäbchenprobe!
Dann muss der Zebrakuchen nur noch abkühlen und ist dann fertig. 


Wer gerne noch eine Glasur haben möchte, so wie dieser Zebrakuchen hier eine hat, verrührt ihr einfach den Puderzucker mit dem Kakaopulver und gebt dann LANGSAM Mineralwasser dazu, sodass ihr eine streichfähige Masse bekommt. Passt auf, dass ihr nicht zu viel Mineralwasser nehmt, sonst müsst ihr wieder mit Zuckerguss auffüllen. Den Zuckerguss verteilt ihr gleichmäßig auf dem abgekühlten Kuchen und lasst das Ganze dann trocknen.


Schneidet ihr den Kuchen dann an, sieht man von der Innenseite das hübsche Zebramuster (hier war leider das Teigverhältnis nicht soo gut, weswegen man das Zebramuster nicht ganz so gut sieht). Der Kuchen wird garantiert jedem schmecken! Unserer Wwoofing-Familie hat er übrigens sehr gut geschmeckt!
Das Kleinkind war schneller fertig als alle anderen und hat nach mehr verlangt, Paul möchte, dass wir den Kuchen noch einmal backen und auch den anderen (und uns natürlich auch!) hat der Kuchen super geschmeckt :) Und das, obwohl wir Angst hatten, dass er fast verbrannt ist, deswegen war die Glasur eigentlich auch nur als Notlösung gedacht ;) Dadurch war der Kuchen aber nur noch besser.

Farmidylle mit leckerem Kuchen

Guten Appetit!
Eure Caro