Donnerstag, 12. Oktober 2017

Eine Woche New Plymouth und ab jetzt allein



Nach Wanganui ging es dann mit dem InterCity-Bus nach New Plymouth. Die Stadt liegt in der Nähe des Mount Taranaki, der so ziemlich DER Vorzeigevulkan in ganz Neuseeland ist. Das liegt an seiner speziellen Form – er ist nämlich fast kegelförmig spitz.

In New Plymouth sind wir in eine Wohnung zur Untermiete eingezogen. Geplant war bis Dezember zu bleiben. Allerdings haben sich diese Pläne für mich bald geändert. 

Die Wohnung in New Plymouth war wirklich schön mit Blick auf den Fitzroy Beach, wo wir vom Esstisch, vom Balkon oder vom Sofa aus immer zahlreiche Surfer bei jedem Wetter bewundern konnten. Bei schönem Wetter (also an zwei Tagen) tummelten sich die Surfer wirklich total im Wasser und die Wellen waren dort am Strand sowieso die ganze Zeit total schön hoch.

In New Plymouth war es der Plan, für längere Zeit einen Job zu finden, zu arbeiten und Geld für die Weiterreise zu verdienen. Wie gesagt – war. Nachdem ich meinen CV (Lebenslauf) in zwanzig (!!) Restaurants, Cafés und Fast-Food-Ketten abgegeben habe und nur eine einzige Rückmeldung mit einer Zusage für zwei Stunden Arbeit an drei Tagen die Woche bekommen habe, war ich schon ziemlich frustriert. 

Das Problem ist, dass in Neuseeland zurzeit noch Nebensaison ist. Offiziell ist Frühling, das Wetter ist aber nur bedingt gut und der Sommer mit der Hauptsaison beginnt erst Ende November Anfang Dezember. Und dann kommt dazu, dass viele Cafés natürlich nur Leute suchen, die schön lange arbeiten UND noch Erfahrung haben. Mit Erfahrung kann ich leider nicht dienen und was die Zeit betrifft sind die Manager einfach skeptisch, wenn man sagt „vier, fünf Monate“ auf die Frage wie lange man bleibt. Es ist also wirklich schwierig, einen Job zu finden. Vor allem auch in New Plymouth, einer Stadt mit nicht einmal 50.000 Einwohnern.
der Pukekura Park in New Plymouth

Dazu kam, dass Leonie krank wurde, dass sich unsere Pläne weit auseinander entwickelt haben und dass ich mich in New Plymouth und in der Wohnung und überhaupt einfach unwohl gefühlt habe. Und dann bin ich weitergereist. Endlich hat der Blog den Namen Alleine um die Welt auch wirklich verdient :)

an meinem letzten Abend war das Wetter am besten
Ziemlich spontan habe ich mir eine Busverbindung und eine Nacht im Hostel gebucht, habe die ganze Nacht über meine Sachen gepackt und dann nur noch wachgelegen. War es die richtige Entscheidung? Sollte ich nicht doch bleiben?

Inzwischen bin ich froh, dass ich alleine weitergereist bin. Ich habe ein tolles Auto in Aussicht, bin gerade bei einem total netten Ehepaar und darf in deren Wohnwagen übernachten. Ich freue mich auf weitere Abenteuer und werde bald wieder mehr posten!