Montag, 8. Januar 2018

Auf in den Süden - ein paar Tage Roadtrip

Die Südinsel ist viel schöner als die Nordinsel... das sagen jedenfalls so ziemlich alle Neuseeländer, die ich auf meiner Reise getroffen habe. Deswegen konnte ich es auch wirklich überhaupt nicht mehr abwarten, endlich Richtung Süden zu reisen.
Als ich nämlich in Napier spontan das Tongariro Alpine Crossing gebucht habe, habe ich mir ebenfalls spontan die Fährfahrt von Wellington nach Picton gebucht, um endlich auf die Südinsel zu kommen!


Bis dahin habe ich allerdings noch fast zwei Wochen mit der Reise nach und in Wellington verbracht. Was nicht schlecht ist, denn ich konnte wirklich noch einige schöne Orte entdecken.

Vom Tongariro Alpine Crossing aus bin ich über mehrere kleinere Städte schließlich zu einem kostenlosen Campground gekommen. Da war nur eine große Wiese mit einem long drop Klo und sonst nichts. Ich weiß nicht mal mehr den Namen der Campsite...
Dort habe ich jedenfalls die Nacht verbracht.

Am nächsten Morgen dann der Schock: mein Öltank war leer! Glücklicherweise konnte mir ein netter Chilene ein wenig Öl nachfüllen, weil mein Kanister natürlich genau dann leer sein musste... Weil ich natürlich gleich an ein Leck gedacht habe, ging es dann erstmal nach Feilding in die Werkstatt.
Während mein Auto durchgecheckt und Öl und Ölfilter gewechselt wurden, war ich auf dem Farmers Market. Nach einer Stunde war mein Auto dann fertig mit dem Ergebnis: nichts ist kaputt, es wird nur ganz normal Öl verbraucht... Und für die Diagnose habe ich 25$ bezahlt... Immerhin waren Ölwechsel und Ölfilter-Wechsel notwendig.

Von Feilding aus ging es dann nach Palmerston North. Dort habe ich mir einen leichten Schlafsack gekauft und war in der Bücherei duschen :D
Lange bin ich aber nicht in der Stadt geblieben, sondern bin dann weiter zur Manawatu Gorge (um festzustellen, dass ich nicht durchfahren kann...), bin ein Stück in die Schlucht hinein gelaufen, danach über die Ashhurst Saddle Road und dann schließlich über Woodville zum Ferry Reserve Campground. Das ist ein wirklich schöner Campingplatz, direkt am Fluss.

Den nächsten Tag bin ich dann erst nach Woodville und schließlich bis nach Eketahuna gefahren. Eigentlich wollte ich auf einem kostenlosen Campground bleiben, habe mich aber spontan entschieden in der kleinen Stadt zu bleiben und habe die Entscheidung bei dem besten Campingplatz mit den tollsten Besitzern die ich bisher kennengelernt habe nicht bereut!! Also, falls ihr in Eketahuna vorbeikommen solltet, lohnt es sich, eine Nacht zu bleiben!

In Eketahuna habe ich auch den Radfahrer Christian kennengelernt, mit dem ich dann spontan am nächsten Tag zum Castlepoint gefahren bin (im Auto :D ) Dort haben wir uns den Leuchtturm angesehen und waren im Meer baden - wunderschön!


Unseren Silvesterabend haben wir dann auf einem Campingplatz in Masterton verbracht. Erst haben wir gekocht und später mit ein paar Neuseeländern Karten gespielt, also wirklich ganz entspannt.

Am 1. Januar wollte ich dann eigentlich den Mount Holdsworth besteigen, was ich aber wegen des Wetters dann doch nicht gemacht habe. Stattdessen war ich bei der Waiohine Gorge und habe mir die Schlucht und die Hängebrücke angeschaut. Abends habe ich dann am Lake Wairarapa gecampt.



Weiter ging es am nächsten Tag zum Cape Palliser. Auch dort war es wunderschön, das Wetter war super, der Ausblick vom Leuchtturm toll und ich habe natürlich die Pelzrobben-Kolonie gesehen!! Außerdem bin ich noch zu den Putangirua Pinnacles, einer Herr der Ringe Filmlocation, gewandert.
Da war es ziemlich heiß in der Schlucht, aber es hat sich definitiv gelohnt!



Die Nacht bin ich dann spontan direkt am Strand auf einem kostenlosen Campingplatz geblieben. So konnte ich auch abends den schönsten Sonnenuntergang genießen!

Am 3. Januar ging es dann schließlich weiter Richtung Wellington, über Featherston, Upper Hutt und Lower Hutt bis zum Belmont Regional Park Campingplatz. Der ist ein schöner Campingplatz, für den 6$ auch okay sind. Weil es dort keine Duschen gab, bin ich zum Wasserfall gewandert und habe dort geduscht, was wirklich gut war!
Und abends habe ich dann auch noch Sophia aus Te Puke wieder getroffen! Was für ein Zufall :)


Am nächsten Morgen habe ich mich dann endlich nach Wellington aufgemacht, mein letzter Halt auf der Nordinsel, wo ich noch einige Tage verbracht habe.